Die Wiedereröffnung des Nagoldbads in Pforzheim-Dillweißenstein lässt länger auf sich warten als viele gehofft hatten. Nachdem im vergangenen Jahr noch über einen möglichen Start im Frühjahr gesprochen wurde, ist inzwischen klar: Das traditionsreiche Familienbad wird nicht rechtzeitig zur Badesaison 2026 öffnen. Nach aktuellem Stand rechnet die Stadt erst mit einer Fertigstellung Mitte bis Ende August.
Für viele Besucher ist das eine Enttäuschung. Schließlich galt das Nagoldbad zuletzt als echtes Hoffnungsthema für den Sommer in Pforzheim. Der Baufortschritt hatte zwischenzeitlich optimistisch gestimmt. Doch auf Baustellen gilt eben oft dieselbe Regel wie beim Wetterbericht: Klingt gut, kommt aber manchmal anders.
Als Hauptgründe nennt die Stadt mehrere Faktoren. Zum einen habe die lange Frostperiode zu Beginn des Jahres dafür gesorgt, dass verschiedene Arbeiten nicht wie geplant abgeschlossen werden konnten. Das wiederum habe die nachfolgenden Bauabschnitte ausgebremst.
Hinzu kamen zusätzliche Arbeiten, mit denen vorab offenbar niemand in diesem Umfang gerechnet hatte. Vor allem der stärkere Felsaufbruch im Gelände stellte die Baustelle vor neue Herausforderungen. Da das Bad bis zum Start der Sanierung noch in Betrieb war, ließ sich das Ausmaß dieser Eingriffe im Vorfeld nicht vollständig einschätzen.
Erschwerend kommt die besondere Lage des Areals hinzu. Das Nagoldbad liegt auf einem schmalen, langgezogenen Gelände, was die Abläufe auf der Baustelle komplizierter macht. Viele Gewerke greifen direkt ineinander. Heißt unterm Strich: Erst wenn ein Bauabschnitt fertig ist, kann der nächste sauber weiterlaufen.
Dass die Sanierung eines Ü80 Freibads bis jetzt so geschmeidig gelaufen sit, weiß man beim Förderverein Nagoldbad e.V. sehr zu schätzen.
Auch wenn sich die Eröffnung weiter nach hinten verschiebt, richtet sich der Blick beim Förderverein längst wieder nach vorn. Statt den Kopf hängen zu lassen, arbeiten die Verantwortlichen an neuen Lösungen, um das Gemeinschaftsgefühl rund um das Nagoldfreibad auch in diesem Sommer lebendig zu halten. Im Gespräch sind alternative Veranstaltungsformate, etwa ein Duathlon statt des bisherigen Triathlons oder eine Sommerlounge an einem anderen Ort in der Stadt. Klar ist dabei vor allem eins: Die enge Abstimmung mit den Bäderbetrieben und Stadtwerken trägt weiterhin. Der Verein sieht sich frühzeitig eingebunden und hält trotz aller Verzögerungen am großen Ziel fest. Denn so unerquicklich die Wartezeit auch ist — mit der laufenden Sanierung bekommt das traditionsreiche Bad eine echte Zukunftsperspektive.
Wer in der Region trotzdem nicht auf Freibadfeeling verzichten will, kann ab 16. Mai auf das Wartbergfreibad ausweichen. Dort stehen das 50-Meter-Becken, das Sprungbecken und das Nichtschwimmerbecken zur Verfügung. Allerdings gibt es auch dort Einschränkungen wegen laufender Bauarbeiten. Unter anderem fällt das Kinderplanschbecken weg, Teile der Liegewiese sind belegt und zeitweise kann es zu Baulärm kommen.
Auch Filmemacher Sven Goldenbaum begleitet die Entwicklung rund um das Nagoldbad weiterhin aufmerksam und kommentiert den Baufortschritt fortlaufend. Damit bleibt das Projekt nicht nur für Badegäste, sondern auch medial ein wichtiges Thema in der Region.
Fest steht: Die Geduld wird noch einmal strapaziert. Aber wenn am Ende ein modernisiertes und zukunftsfähiges Nagoldbad steht, dürfte sich das Warten zumindest ein Stück weit lohnen.
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