Sven Goldenbaum, Filmemacher aus Pforzheim, hat die Baustelle des Nagoldfreibads in Dillweißenstein mit neuen Luftbildern dokumentiert. Aus der Vogelperspektive wird besonders deutlich, wie anspruchsvoll das Gelände ist: langgezogen, schmal und eingebettet in die Topografie des Nagoldtals. Die Aufnahmen zeigen nicht nur den aktuellen Stand der Sanierung, sondern machen auch sichtbar, welche Dimension dieses Bauprojekt für Pforzheim hat. Gerade für eine Baustellenreportage liefern solche Luftbilder starke Eindrücke, weil sie Zusammenhänge zeigen, die vom Boden aus kaum erkennbar sind.
Beim Nagoldfreibad in Dillweißenstein geht es weiter voran – auch wenn die Nachricht für Badegäste zunächst bitter klingt: Eine Öffnung zur Badesaison 2026 wird voraussichtlich nicht stattfinden. Nach Angaben der Stadt Pforzheim haben mehrere Faktoren zu mehrwöchigen Verzögerungen geführt. Dazu zählen die längere Frostperiode zu Jahresbeginn, nicht vorhersehbare Zusatzarbeiten und ein deutlich stärkerer Felsaufbruch als ursprünglich bekannt. Gerade weil das Bad bis zum Baubeginn noch in Betrieb war, konnten manche Gegebenheiten erst während der Arbeiten wirklich sichtbar werden. Von außen sieht eine Baustelle oft simpel aus: Loch, Bagger, Beton, fertig. In der Realität hängt hier aber ein Gewerk am nächsten – und beim langgezogenen, schmalen Gelände des Nagoldbads lässt sich verlorene Zeit nicht einfach mit noch mehr Tempo wieder einholen.
Trotzdem wäre es unfair, die Verzögerung vorschnell in die Schublade „typisch Vorschriften, typisch Stillstand“ zu stecken. Beim Nagoldfreibad ist viel passiert. Bereits Ende Oktober 2025 wurde mit dem Einsetzen der Edelstahlwanne ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Sanierung umfasst nicht nur das große Becken, sondern auch Technik, Kinderbereich, Kiosk, Personalräume und die künftige technische Infrastruktur. Das rund elf Millionen Euro schwere Projekt soll das traditionsreiche Familienbad modernisieren und gleichzeitig seinen Charakter erhalten. Gerade dieser Spagat macht die Baustelle anspruchsvoll: Es geht nicht um eine kosmetische Renovierung, sondern um eine umfassende Erneuerung eines gewachsenen Freibads an einer schwierigen Lage.
Für eine Baustellenreportage bietet das Nagoldbad damit starke Bilder und eine klare Geschichte: Fortschritt sieht nicht immer glatt, sauber und termingerecht aus. Manchmal liegt er zwischen Fels, Frost, Edelstahl, Beton und ziemlich viel Geduld. Die Sanierung des Nagoldfreibads bleibt ein wichtiges Projekt für Dillweißenstein und für die Pforzheimer Bäderlandschaft. Wenn das Bad voraussichtlich 2027 wieder öffnet, dürfte es nicht nur moderner sein, sondern auch zeigen, wie viel Aufwand hinter einem Ort steckt, der für viele Menschen einfach nur Sommer, Wasser und Kindheit bedeutet. Für Goldenbaum Media ist genau das spannend: Entwicklungen sichtbar machen, bevor sie fertig glänzen.